Türkei auf den Weg ins Mittelalter

Mai 29, 2008

Ein Benimm-Leitfaden der türkischen Religionsbehörde enthüllt das staatliche Frauenbild. Unter anderem heißt es darin, Frauen sollten in der Öffentlichkeit kein Parfüm benutzen und Kontakte mit fremden Männern vermeiden. Ganz besonders skurril ist, was in dem Leitfaden als “Ehebruch” bezeichnet wird.

Religion und Staat, so heißt es, seien in der Türkei getrennt. Ganz stimmt das nicht – zwar soll die Religion dem Staat nicht in die Quere kommen, umgekehrt jedoch diktiert der Staat, was Religion zu sein hat. Konkreter Ausdruck dessen ist die Religionsbehörde Diyanet. Ihr sind alle Moscheen des Landes unterstellt, und alle Vorbeter und Imame sind ihre Angestellten. Was muslimisch ist, entscheidet Diyanet.

Solange säkular gesinnte Regierungen an der Macht waren, führte das zu jenem handzahmen “gemäßigten Islam” aus den Wunschträumen westlicher Nahost-Strategen. Nun aber regiert die islamisch geprägte AKP; ob man die jüngste Kontroverse um die Behörde Diyanet darauf zurückführen muss, darüber wird in der Türkei dieser Tage heiß debattiert.

Auf der Webseite des Religionsdirektorats war ein Benimm-Leitfaden erschienen, der für Frauen Ratschläge bereithielt, die sie genauso gut bei den Taliban bekommen könnten.

Außerhalb ihres Hauses, so heißt es da, sollten Frauen kein Parfüm, Deodorant oder sonstige wohlriechende Mittel benutzen, weil der Prophet Mohammed solches Verhalten als “unmoralisch” bezeichnet habe.

Der Diyanet-Ratgeber zu Islam und Gesellschaft bot unter dem Titel “Sexuelles Leben” weitere keusche Verhaltensregeln an: Frauen sollten sich sorgfältig verhüllen, “um ihren Körper nicht Fremden zu zeigen”. Wer bislang meinte, Ehebruch sei Sex mit einem anderen als dem Ehepartner, der wurde eines Besseren belehrt: Ehebruch sei bereits ein unziemliches Wort, ein Blick, es gebe den “Ehebruch der Zunge, des Mundes, der Hand, des Fußes und des Auges.”

Frauen sollten daher außerhalb ihrer vier Wände jeglichen Kontakt mit fremden Männern vermeiden, und sich schon gar nicht in geschlossenen Räumen mit ihnen aufhalten – was Millionen türkische Frauen jeden Tag tun, wenn sie arbeiten gehen.

Wenn eine Frau und ein Mann in einem Raum allein sind, so heißt es im Text, dann ist der Dritte im Raum der Teufel. Auch reisen sollten Frauen nie alleine, denn das könnte zu Versuchungen und vor allem zu Geschwätz der Nachbarn führen.

Und das sei ein Problem, denn “Keuschheit und Ehre sind untrennbar” und es gebe “kein Mittel gegen befleckte Ehre.” Ein besonders folgenschwerer Satz – “befleckte Ehre”, oder was muslimische Männer zuweilen dafür halten, ist der Grund für jeden Ehrenmord.

Was aus alldem hervorgeht, ist ein Frauenbild, laut dem die weibliche Hälfte der Gesellschaft grundsätzlich zu Unmoral neigt, wenn sie nicht durch strenge Regeln eingeschränkt wird. Zudem sollten Frauen wohl besser nicht arbeiten gehen, um ihre Ehre nicht zu beflecken. Wenn sich in gewissen Situationen dennoch Flecken auf der Ehre ergeben, dann lag es immer an der Frau.

Quelle


Homosexualität in der Türkei Der lange Weg zur Toleranz

Mai 29, 2008

Ihr Alltag ist geprägt von Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung: Homosexuelle sind in der Türkei sozialer Ächtung ausgesetzt. Nun ist ihr Verein Lambda in Gefahr.

Dazu kommen ideologisch motivierte Angriffe von islamischen Fundamentalisten und rechtsradikalen Neofaschisten.

TAZ


Journalist Wallraff über Islam in Deutschland

Mai 29, 2008

Günter Wallraff fordert von Muslimen eine kritische Auseinandersetzung mit ihrem Glauben. Ein Gespräch über Koranschulen und seine Idee, mit Salman Rushdie als Mullah verkleidet in den Iran zu reisen.

taz: Herr Wallraff, Sie nehmen am Wochenende an der “Kritischen Islamkonferenz” teil. Warum?

Günter Wallraff: Weil ich eingeladen wurde, weil ich eine eigene Meinung und eine eigene Position vertrete. Ich finde es notwendig, dass sich Muslime, die hier leben, kritisch mit ihrem Glauben auseinandersetzen. Denn vieles spielt sichin einem falschen Toleranzrahmen ab, vieles wird beschönigt. Trotzdem teile ich nicht die Meinung aller Diskussionsteilnehmer, die sich am Wochenende treffen werden.

Die “Kritische Islamkonferenz” findet unter dem Motto “Aufklären statt verschleiern” statt. Worüber werden Sie denn aufklären?

Wir möchten für die zunehmenden Islamisierungstendenzen sensibilisieren. Schon in Koranschulen werden bekanntlich Kinder indoktriniert, Mädchen und Andersgläubige als minderwertig abqualifiziert.

Sie übertreiben!

Im Gegenteil, ich lege mir gerade sogar eine große Zurückhaltung auf.

Was man von den Gründerinnen des “Zentralrats der Exmuslime” nicht unbedingt behaupten kann. Diese sind bekannt für ihre harten Töne.

Die Frauen, die in diesem Rat sitzen, haben alles Recht der Welt, zu polarisieren. Sie müssen es sogar, denn sie haben Grausames erlebt. Sie müssen konkret und deutlich, und wenn sie kein Gehör finden, auch laut werden dürfen. Denn viele Linksintellektuelle führen einen Pseudodialog über den Kopf der Leidtragenden hinweg.

TAZ


Steuer-Gelder für Islam-Radikale

Mai 29, 2008

Berlin fördert ein „Multikulti-Zentrum“, das vom Verfassungsschutz beobachtet wird

MOW
Mitte – Islamisten bedrohen Deutschland nicht nur mit Attentaten. Die „Gotteskrieger“ haben längst Wege gefunden, ihre Hass-Botschaften in die Köpfe der Menschen zu pflanzen. Auf Staatskosten! Radikale Imame kassieren Steuergelder für „Sozialarbeit“ und angebliche Kulturvereine. In Berlin sahnt sogar ein Islam- Klub ab, der im neuen Verfassungsschutzbericht steht.

65 000 Euro in zwei Jahren! Diese Summe hat Hagen Streb (CDU) aus Bezirksunterlagen errechnet. Es geht um Steuer- Zahlungen, auch von Senat und EU, an das „Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung (IZDB)“ in der Drontheimer Straße (Mitte). Dort diktiert der umstrittene Vorbeter Ferid Heider (29) strenge Geschlechter- Trennung: „Es ist nicht normal, dass Mädchen und Jungen zusammen ins Kino gehen“, sagte er jetzt in einem ZDF-Interview.

Bei einer Auflösung seines Zentrums würde dessen Vermögen laut Satzung an die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD)“ fallen. Und die wird seit langem vom Verfassungsschutz überwacht! Sie ist offenbar der deutsche Arm der „Muslimbrüder“, einer internationalen Organisation radikaler Gruppen. Dazu gehören Terror-Zellen wie die ägyptische „al-Jihad al-Islami“. Gemeinsam kämpfen sie für ein „islamisches Reich unter der Führung eines Kalifen.“

So darf es keinen wundern, dass jetzt auch das „interkulturelle Zentrum“ von Mitte im Verfassungsschutzbericht steht. Gestern wurde er von Innensenator Körting (SPD) vorgestellt. Schockiert vom Treiben der Islamisten, fordert CDU-Mann Hagen Streb: „Stoppt die Gelder für das Islam-Zentrum!“ Dass es dort auch Sprachkurse gibt, sei kein Grund für Finanzspritzen. „Überall wird gespart, aber für so etwas ist Geld da …“
quelle


Hamas-TV sendet ungehindert Hass nach Europa

Mai 28, 2008

Eine Kinderpuppe, die George W. Bush tötet, ein Prediger, der die Vernichtung aller Juden prophezeit: Solche Dinge sind täglicher Bestandteil des Hamas-Senders al-Aksa TV. Auch in Europa kann man das Programm sehen – es wird über den französischen Satellitenbetreiber Eutelsat verbreitet.

Der Fernsehsender der palästinensischen Hamas, al-Aksa TV, hat mittlerweile auch in Europa für Aufsehen gesorgt. Besonders berüchtigt sind Kindersendungen mit Plüschtieren, die zur Ermordung von Juden und Karikaturisten aufrufen. Damit will die Hamas die nächste Generation von den Märtyrertod suchenden Fanatikern heranzüchten. Bisher, so glaubte man, hatte man keine rechtliche Handhabe dagegen, da al-Aksa TV angeblich nur von ägyptischen bzw. saudischen Satelliten nach Europa gesendet wird. Jetzt hat sich herausgestellt, dass auch der französische Satellitenbetreiber Eutelsat den Fernsehsender der Hamas überall in Europa empfangbar macht.

Aufgabe von al-Aksa TV sei es, Kinder islamisch zu erziehen und die islamische Kultur der Hamas zu verbreiten. So sieht es jedenfalls dessen Mediendirektor und Hamas-Parlamentarier Fathi Hammad.

Hier nun ein kleiner Auszug aus dem Programm der vergangenen Monate:

Der Hamas-Geistliche Wael al-Zarad verkündet den Zuschauern, die Blutrache der Muslime gegen die Juden werde erst mit deren Vernichtung enden, weil die Juden versucht hätten, den Propheten Mohammed zu töten.

Yunis al-Astal, Hamas-Parlamentarier und Geistlicher, erklärt, dass Rom, der amerikanische Kontinent und Ost-Europa bald, wenn Gott es wolle, erobert werden würden. Rom, die Hauptstadt der Katholiken und Kreuzfahrer, habe dem Islam den Krieg erklärt und die Brüder von Affen und Schweinen – damit sind die Juden gemeint – in Palästina platziert.

In der Reportage “Holocaust in Palästina” berichtet al-Aksa TV, der Holocaust sei eine Verschwörung der Juden gewesen, die sich so ihrer Alten und Kranken entledigt hätten. Deren Ermordung habe man den Nazis angehängt, um so einen Staat in Palästina errichten zu können.

Besonders perfide sind Kindersendungen wie „Pioniere von morgen“, in denen an Bugs Bunny oder Mickey Maus erinnernde Figuren mit Kindern beispielsweise über die notwendige Ermordung des dänischen Cartoonisten Kurt Westergaard diskutieren. Schließlich habe dieser die Ehre des Propheten Mohammed verletzt. Manchmal robben auch sechsjährige Jungs mit Märtyrer-Stirnband, Militäruniform und Plastik-Maschinengewehr durch den Dreck und bekunden dabei ihre Bereitschaft, für Allah zu sterben zu wollen.

Aufruf zum Mord, Holocaust-Leugnung, Antisemitismus, Antiamerikanismus

Al-Aksa TV wird auch von Muslimen in Deutschland geschaut. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass nicht nur die 300 laut Verfassungsschutz hier lebenden Hamas-Anhänger regelmäßig einschalten.

Volksverhetzung, Aufruf zum Mord, Holocaustleugnung, Antizionismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Missbrauch von Kindern – dies alles wird über einen französischen Satelliten auch nach Deutschland gesendet.
welt


Heute droht der totale Djihad

Mai 28, 2008

Hauptgefahr geht vom Iran aus

Während seiner Vortragsreise durch Deutschland vermittelt Brigadegeneral ( Res. ) Ephraim Lapid , Dozent der Bar Ilan
Universität, einen Überblick zur aktuellen Sicherheitslage. Für den Militärexperten geht vom Iran die Hauptgefahr für den Weltfrieden aus. In wenigen Jahren kann das iranische Atomprogramm abgeschlossen sein.

Suizidbombing und Raketenbeschuss

Der permanente Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen gegen Städte im Süden Israels zeigt, dass es der Hamas Führung
nicht auf eigene Gebiete, oder auf die Lebensqualität der Bevölkerung ankommt, sondern um die Auslöschung Israels.

Dabei gehen die Terrorgruppen mit gleicher Methodik wie die Hizbollah im Libanon vor. Die Menschen im Gaza dienen
den Terrorzellen als lebendige Schutzschilde, aus ihrer Mitte werden die Raketen abgefeuert. Mahmoud Abbas, der Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete, erkennt zwar das Existenzrecht Israels an und ist zu Verhandlungen bereit, aber es fehlt ihm die Akzeptanz der Hamas Fraktion.

Angriffe gegen Israel verhindert Mahmoud Abbas nicht. Noch immer werdenSuizidbomber, darunter Frauen und Kinder, aus der Westbank ins israelische Kernland geschickt. Jeder der 7.2 Millionen Israelis, Juden wie Araber ( 20 % ) ist im Alltag dieser Gefahr ausgesetzt.

Dem islamistischen Terror die Grundlage entziehen

Nur mit militärischen Methoden , lässt sich nach Meinung von Lapid der Terrorismus nicht bekämpfen. Auf internationaler
Ebene muss entschiedener versucht werden, die Finanzierung der Terrors zu blockieren und Staaten wie Iran und Syrien
darin zu hindern, Terror – Organisationen wie die Hizbollah auszurüsten wie moderne Armeen.

An die Teilnehmer der Veranstaltung richtete sich Ephraim Lapid mit der Frage, ob sie sich vorstellen könnten, dass in Süddeutschland binnenweniger Monate tausende von Kassam Raketen aus einem Nachbarland (Anm. der Red: Österreich z.B?) eintreffen würden. Arno Hamburger, Vorsitzender
der jüdischen Gemeinde in Nürnberg, ergänzte : “wie es wäre, wenn hier Menschen zu Tode kommen und verletzt werden
würden, weil Erlangen die Stadt permanent mit Raketen beschießt. Wenn nach den Treffern auf Supermärkte und Wohnhäuser,der Erlanger Bürgermeister in Nürnberg anrufen würde, um Lieferungen von Benzin zu fordern – zum Beispiel, für die mobilen Abschussbase ?”

Was wie schwarzer Humor klingt , entspricht der Paradoxie der islamistischen Führung in Gaza. Trotz der Entscheidung der israelischen Regierung unter Ministerpräsident Ariel Scharon ,zur Abkopplung des Gazastreifens von Israel,
zur Auflösung aller jüdischen Siedlungen, zum Abzug der Soldaten, wird Israel von palästinensischer Seite für die Situation im Gazastreifen verantwortlich gemacht.

jüdische


Zweifel an der Lichtgestalt Mohammed

Mai 27, 2008

Auf 1500 Seiten begründet der renommierte Islamforscher Tilman Nagel, warum Mohammed nicht zur Idealisierung taugt

Mohammed und die Frauen. Nagel kommt auf diesem Feld zu einem nüchternen Ergebnis. „Die Unterwerfung der Frauen“ sei „in Mohammeds Denken ein wesentliches Merkmal der von ihm verkündeten Glaubenspraxis“. Ausführlich zitiert er dazu die Ansprache des Propheten während dessen letzter Wallfahrt nach Mekka. Den Muslimen gilt sie als Vermächtnis, seine Äußerungen lassen kaum Interpretationsspielraum. „Die Frauen sind bei euch wie Kriegsgefangene, die über nichts aus eigener Macht verfügen

Auch Mohammeds Rolle als Kriegsherr untersucht Nagel. Besonders der brutale Umgang mit jüdischen Stämmen in Medina lässt ihn die moralische Überlegenheit des Propheten anzweifeln. Der bricht mit Regeln, die damals das Zusammenleben erleichterten. „Mohammed, angetrieben von seinem Alter ego Allah, nimmt sich das Recht, sie beiseitezufegen. Die widerwärtigen Meuchelmorde, die er in Auftrag gibt, künden hiervon.“ Bei allem Verständnis für Empörung, so klingt nicht die Sprache eines Wissenschaftlers. Meist gelingt es Nagel aber, Distanz zu seinem Forschungsobjekt zu halten.

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